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Freundschaft – und noch viel mehr!

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Was bedeutet Freundschaft für Frauen mit metastasiertem Brustkrebs? Was wünschen sie sich von ihrem Freundeskreis und worauf können sie verzichten? Diese und viele andere Fragen wurden beim 5. Mamma Mia!-Wochenende für Frauen mit metastasiertem Brustkrebs diskutiert.

Treffen wie diese sind wertvoll. Denn hier können sich die betroffenen Frauen austauschen – über das Stadium der Erkrankung, über das in der Öffentlichkeit nicht viel gesprochen wird. Darüber wie es ist, wenn sich die Erkrankung im Körper ausgebreitet hat und keine Chance auf Heilung besteht. Gegenseitig können sie nachvollziehen, was die andere durchmacht, wie sie sich fühlt.

Botschaften für die Welt

„Du schaffst das“, Du musst jetzt „kämpfen“ oder „positiv denken“ sind Sätze, die jede Frau in dieser Runde schon gehört hat. Und alle sind sich einig: Diese Floskeln nerven. Warum sagen gesunde Menschen so etwas überhaupt? Die Teilnehmerinnen haben sich sich zusammengesetzt und Plakate mit den Sätzen entworfen, die sie nicht mehr hören möchten – und denen, die gut tun. Mit diesen Botschaften möchten sie sich Gehör verschaffen, möchten aufrütteln und informieren. Und sicherlich auch ein bisschen Frust ablassen.

Mit mindestens einem lachenden Auge

Apropos Frust: Was tun, wenn sich nicht verdrängen lässt, wie schwierig die Situation ist, wie groß die Angst? Sabine Dinkel hat eine Idee. Wie wäre es mit lachen? In ihrem Workshop „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ stellte die Psychologin, die selbst betroffen ist, ihre Strategien vor, um sich aus einer schlechten Stimmung herauszuziehen. Währenddessen entsteht eine Situation, die für Außenstehende befremdlich wirken könnte: Da sitzen über 20 schwerkranke Frauen in einem Raum und lachen, laut und ausgiebig. Und doch wissen alle, dass die nächsten Tränen nur wenige Augenblicke entfernt sind.

Da sitzen mehr als 20 schwerkranke Frauen in einem Raum – und lachen! Laut und ausgiebig!

Oft schwierig: Das Gespräch mit dem Arzt

Gelacht wurde auch, als sich die Frauen erzählen, wie ihnen die Diagnose überbracht wurde. Lachen können sie allerdings erst jetzt, mit ausreichend Abstand. Denn nicht allen Ärzten gelingt das Überbringen schwieriger Nachrichten gut. PD Dr. Jens Ulrich Rüffer, Onkologe und Experte auf dem Gebiet der Arzt-Patienten-Kommunikation, gibt Tipps, wie die Kommunikation besser funktionieren kann. Drei Fragen können demnach ausreichen, um die nötigen Informationen für eine gemeinsame Therapieentscheidung mit dem Arzt zu erhalten. Was sind meine Optionen? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Wie wahrscheinlich ist es, dass dies Vor- oder Nachteile bei mir eintreten?

Besonderes Augenmerk auf die Haut

Beim Wochenende lernten die Teilnehmerinnen außerdem, worauf sie bei der Pflege der Haut und auch der Schleimhäute in Mund, Nase und im Intimbereich achten sollten. Und nicht nur das: Es gab auch wertvolle Schminktipps.
Einen Überblick über die neuesten medizinischen Entwicklungen gab schließlich der Onkologe Prof. Dr. Hans Tesch aus Frankfurt. Hier wird deutlich: Die medizinische Entwicklung schreitet rasant voran.

Ein großes Dankeschön geht an die Sponsoren, die dieses Wochenende möglich gemacht haben: Novartis Oncology, Pfizer Deutschland GmbH, MSD Sharp & Dohme GmbH sowie La Roche-Posay. Ein großer Dank gebührt auch der Psychoonkologin Sabine Brütting, die ein offenes Ohr für die Sorgen der Teilnehmerinnen hatte. Sie betreut seit vielen Jahren Familien, in denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist und steht auch Mamma Mia! jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Worauf es bei Freundschaft ankommt

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