Bewegung: Outdoor against Cancer – at home

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Outdoor against Cancer hat mit OACatHome ein kostenfreies Angebot für Krebspatienten entwickelt – mit Videoanleitungen zu Bewegung und Psycho Education.

In Krisenzeiten gilt es zusammenzustehen, sich gegenseitig zu unterstützen, bis dato Geltendes nach ausführlicher Prüfung neu zu justieren. Dies hat die Non-Profit-Organisation Outdoor against Cancer, kurz OAC, getan – und für Corona-Zeiten – aber auch für die Zeit danach – die bisherige OAC-Strategie um ein weiteres Angebot ergänzt: Videoanleitungen zu den Themen Bewegung und Sport sowie Psycho Education. „Wenn angeleitete Bewegungsangebote für Krebspatienten auf unbestimmte Zeit ausfallen, muss das Angebot anderweitig gesichert werden. Daher gibt es ab sofort OACatHome für Bewegung und Psycho Education. Für Krebspatienten sind die nachweislich wichtigen therapie- und heilungsrelevanten Bewegungsangebote weggebrochen. Psychoonkologische Beratungen finden aktuell telefonisch statt. Dieses Angebot reicht bei weitem nicht aus. Deshalb haben wir uns entschieden, fehlende Angebote mit OACatHome sukzessive zu ersetzen beziehungsweise zu ergänzen“, erklärt OAC-Gründerin Petra Thaller.

Unter www.outdooragainstcancer.de finden Interessierte verschiedene Online-Trainingseinheiten zu Themen wie Immunsystem stärken, Kräftigung, Mobilisierung und Beweglichkeit, Ganzkörper Workout, Sling Training und Psycho Education. Zwei Mal wöchentlich wird ein neues Video aus den oben genannten Kategorien live geschaltet, damit das Trainieren mit OACatHome nachhaltig spannend bleibt. Entwickelt werden die Einheiten von Petra Thaller und ihrem Sohn Josuha in Zusammenarbeit mit Helena Koine, Sportwissenschaftlerin mit psychoonkologischer Fortbildung zertifiziert von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), Kevin Ellison, Sportwissenschaftler mit psychoonkologischer Fortbildung zertifiziert von der DKG und Hape Meier, ständiger Lehrbeauftragter und Physiotherapeut beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Er betont: „Für mich ist es eine spannende und sinnstiftende Aufgabe für die Ansprüche und Möglichkeiten von Krebspatienten Bewegungs-Programme und -Anleitungen zu entwickeln. Sie sollen Spaß und Freude an der Bewegung bringen, die Fitness erhalten und bestenfalls steigern. Ziel von OACatHome ist es, die Erkrankten während der Therapie zu unterstützen und auch im Anschluss das Risiko eines Rückfalls zu minimieren.“

Wissenschaftliche Begleitung

Unterstützung findet Outdoor against Cancer auch bei Medizinern. So erklärt Privatdozentin Dr. Rachel Würstlein von der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum der Universität München: „Bewegung bei Brustkrebs hilft Muskelverkürzungen zu vermeiden, einem Lymphödem vorzubeugen, Kraftdefizite auszugleichen und die allgemeine Fitness zu erhalten und zu verbessern. Insbesondere werden auch die Nebenwirkungen von Medikamenten deutlich verringert. Dies trifft auf Fatigue, Osteoporose, Polyneuropathie und hormonelle Veränderungen, etwa die verfrühten Wechseljahre, genauso zu wie auf psychische Veränderungen in Form von Schlafstörungen oder Depression. Umso wichtiger ist es, in der aktuellen Zeit von Social distancing, mit der Unterstützung von Programmen wie OACatHome im eigenen Rhythmus gesund zu bleiben oder werden. So fällt es leichter, die Krankheit zu verarbeiten und das eigene Körperbild und -gefühl zu verbessern und selbst aktiver Partner in der Behandlung zu bleiben.“

Über Outdoor against Cancer

OAC ist eine Non-Profit-Organisation. OAC-Gründerin und CEO Petra Thaller (58) erhielt ihre eigene Krebsdiagnose im Januar 2015. In Folge gründete die Münchner Bergsportlerin und Journalistin OAC. Bereits 2016 war sie als Rednerin auf Einladung der Europäischen Kommission in Brüssel. 2017 reiste Thaller zum zweiten Mal nach Brüssel, um Partner für ein EU-weites Projekt im Rahmend des Sportinfo Days zu treffen. 2018 erschien das Buch Outdoor against Cancer – Wie Bewegung und Sport in der Natur im Kampf gegen Krebs wirken (Petra Thaller und Thorsten Schulz) bei Kailash/Random House. Seit 2019 wird OAC gemeinsam mit weiteren Non-Profit-Organisationen sowie Universitäten aus fünf Ländern von der Europäischen Union im Rahmen des Projektes „Outdoor against Cancer: move yourself, go out and live – OAC: my goal“ co-finanziert. Projektrelevanz 29 von 30 Punkten für die Europäische Union. 2020 wurden aufgrund der Corona-Krise die Weichen neu gestellt und OACatHome auf den Plan gerufen.

www.outdooragainstcancer.de

www.oacmygoal.eu