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Sechs spe­zia­li­sierte Zentren für Be­troffene

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Verbundprojekt „Familiärer Darmkrebs“ der Deutschen Krebshilfe

Die Veranlagung für Darmkrebs kann innerhalb von Risikofamilien vererbt werden. Wer an Darmkrebs erkrankt ist und aufgrund weiterer Krankheitsfälle im engen Familienkreis befürchtet, eine erbliche Veranlagung für diese Erkrankung zu tragen, kann sich in einem der sechs Zentren des Verbundprojektes „Familiärer Darmkrebs“ der Deutschen Krebshilfe beraten lassen. Seit 1999 fördert die Deutsche Krebshilfe dieses Verbundprojekt mit dem Ziel, Standards für eine optimale Betreuung von Risikopatienten und deren Familien zu erarbeiten. Dazu gehören insbesondere die klinische und molekulargenetische Diagnostik, die humangenetische Beratung sowie das Angebot von Früherkennungs- beziehungsweise Vorsorgemaßnahmen und Therapieverfahren. Hierzu erarbeiten die Experten des Verbundprojektes Strategien, um Risikopersonen und Anlageträger zu identifizieren und in gezielten Vorsorgeprogrammen zu betreuen. Außerdem evaluieren sie die Effizienz von Vorsorge- und Früherkennungsprogrammen, um diese später in die allgemeine Patientenversorgung einzubringen. Ein weiteres Ziel des Verbundprojektes liegt darin, Betroffene und Ärzte, aber auch die gesamte Bevölkerung, über familiären Darmkrebs zu informieren.

Hilfe für Risikofamilien

Jeder Ratsuchende kann sich an eines der sechs Zentren wenden – die Adressen gibt es im Anhang dieses Ratgebers und beispielsweise auf der Homepage der Deutschen Krebshilfe (www.krebshilfe.de). In vielen Fällen kann der Verdacht auf eine familiäre Belastung bereits in der Erstberatung zerstreut werden. Ansonsten erfolgt eine ausführliche Beratung in der Sprechstunde der Zentren. Dort beraten Internisten, Chirurgen, Humangenetiker und bei Bedarf auch Psychologen die Ratsuchenden. Die Experten erläutern, ob eine molekulargenetische Untersuchung notwendig beziehungsweise anzuraten ist. Alle Familien mit nachgewiesenem erblichen Darmkrebs bekommen das Angebot engmaschiger Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen.

Ziele und Aufgaben der Deutschen Krebshilfe

„Helfen. Forschen. Informieren.“ – dieses Motto beschreibt die Arbeitsschwerpunkte der Deutschen Krebshilfe. Krebskranke Menschen und ihre Familien bekommen rasch und unbürokratisch Hilfe und Unterstützung. Die Deutsche Krebshilfe fördert Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Sie informiert die Bevölkerung umfassend über das Thema Krebs einschließlich der Möglichkeiten, Krebs zu vermeiden und frühzeitig zu erkennen. Die Deutsche Krebshilfe finanziert ihre Aktivitäten ausschließlich aus freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung. Sie erhält keine öffentlichen Mittel. Informationen über die Arbeit und die Projekte der Deutschen Krebshilfe finden Interessierte unter www.krebshilfe.de. Dort steht auch das Informationsmaterial der Deutschen Krebshilfe zum Download bereit.

Kostenlose Beratung, Broschüren, Flyer und Informationsfilme

Wer selbst oder in der Familie von Krebs betroffen ist, hat zumeist ein großes Informationsbedürfnis. Die Deutsche Krebshilfe bietet Patienten und Angehörigen umfassende Hilfestellung an. Dazu gehört ihr Informations- und Beratungsdienst, der persönlich oder schriftlich Auskünfte erteilt und Adressen vermittelt (Tel. 0228 72990-95, montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr). Sehr hilfreich sind auch die kostenlosen Broschüren und Flyer zu allen Fragen rund um das Thema Krebs. Außerdem bietet die Deutsche Krebshilfe einen kostenlosen Patienten-Informationsfilm über Darmkrebs auf DVD an, der in einfühlsamen Bildern, Patientenberichten und Expertengesprächen über Diagnose, Behandlung und Nachsorge dieser Krebserkrankung informiert. Wer durch seine Krebskrankheit in finanzielle Not geraten ist, kann beim Härtefonds der Deutschen Krebshilfe eine einmalige finanzielle Zuwendung beantragen.

Die Deutsche Krebshilfe wurde 1974 von Frau Dr. Mildred Scheel gegründet. In den über 37 Jahren ihres Bestehens hat sie inzwischen weit über 3.000 Projekte bundesweit gefördert, um die Situation der Betroffenen zu verbessern.


Dr. med. Eva M. KalbheimDr. med. Eva M. Kalbheim
Pressesprecherin
Deutsche Krebshilfe e.V., Bonn

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