Brustkrebs: Schreckensdiagnose Rezidiv

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Die Angst vor einem Rückfall bleibt

Davor hat wohl jede Brustkrebspatientin Angst: vor einem erneuten Auftreten der Erkrankung in der bereits behandelten Brust, sprich einem so genannten „In-Brust-Rezidiv“. „Es gelingt leider nicht, diese Rezidive vollständig zu verhindern. Selbst nach Entfernung der Brust können Rezidive auftreten“, weiß Prof. Dr. Anton Scharl vom Brustzentrum des Klinikums St. Marien in Amberg. In der neuen Ausgabe des Brustkrebsmagazins Mamma Mia! macht er den Betroffenen jedoch Mut: „Eine gute Brustkrebsbehandlung hat den Anspruch, dass bei brusterhaltender Operation innerhalb von zehn Jahren nicht mehr als zehn Prozent In-Brust-Rezidive auftreten“, so Scharl.

Und selbst das Auftreten eines Rezidivs ist nicht mit einer Metastasierung vergleichbar, vielmehr ist die Heilungschance nach einem Rezidiv noch immer sehr hoch. Voraussetzung ist allerdings eine rasche und sorgfältige Diagnose. „Wenn ein erneuter Krebs in der behandelten Brust auftritt, kann dies zwei unterschiedliche Ausgangspunkte haben: Es kann sich entweder um das Wiederauftreten des „alten „ Krebses handeln. Das Rezidiv ist dann meist an der Stelle, an der der ursprüngliche Krebs saß. Es kann sich aber auch um einen neuen Krebs handeln. Eine erneute histologische Untersuchung des Gewebes ist deshalb immer sinnvoll, damit die Erkrankung entsprechend therapiert werden kann“, so der Brustkrebsexperte weiter.

Brustkrebspatientinnen sollten sich bei dem Verdacht auf einen Rückfall oder eine Neuerkrankung schnellstmöglich an ein zertifiziertes Brustzentrum wenden, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Eine Übersicht über zertifizierte Brustzentren gibt es im Internet unter: www.senologie.org.