Race for The Cure in Frankfurt/M. 2010

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So viele Aktive hat es beim 11. Race for the Cure am Sonntag (26. September) in Frankfurt am Main noch nie gegeben: 5613 Läuferinnen und Läufer, darunter 163 Teams. Das Team des Brustkrebsmagazins Mamma Mia! wurde mit über 70 Läuferinnen und Läufern als fünftgrößtes Team ausgezeichnet!

Aber auf den neuen Rekord kam es Susan G. Komen – Verein für die Heilung von Brustkrebs gar nicht an, denn bei diesem Wohltätigkeitslauf stehen andere Ziele im Vordergrund: gemeinsames Handeln, Mut machen, Spaß haben und selbstverständlich auch das Sammeln von Geld, das anschließend für innovative Projekte eingesetzt wird. „Das Race war ein erfolgreicher Lauf für die Heilung von Brustkrebs“, sagt Professor Dr. Ute-Susann Albert, die Komen-Präsidentin. „Wir dürfen nicht aufhören, das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Heute waren bei den Races in Bologna, Antwerpen, Athen und hier in Frankfurt rund 20.000 Menschen im Namen von Komen unterwegs. Das kann sich sehen lassen.“ Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jedes Jahr gibt es mehr als 50.000 Neuerkrankungen.

Zwei Fünftel aller Starter waren auf die 2-km-Walking Distanz gegangen, drei Fünftel stellten sich der Herausforderung eines 5-km-Laufes. Als Erste erreichte die bekannte Triathletin Nicole Leder aus Darmstadt das Ziel, die sich seit Jahren für Komen einsetzt. Doch sie stellte sofort klar, „ich bin doch nur außer Konkurrenz gelaufen“. Offiziell siegte mit einer Zeit von 19:30 Minuten Natascha Schmitt von Eintracht Frankfurt. Schnellster Läufer war John Hutchinson von der Europäischen Zentralbank in Frankfurt (17:30 Min.).

Obwohl es überall Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen gab, hatten sich die Walker und Läufer sowie ihre Begleitung nicht zum „Kaffeekränzchen“ getroffen. Zu wichtig war ihnen das Race for the Cure, bei dem es trotz des ernsthaften Thema fröhlich und bunt zuging. Rockmusik und die Universe Cheerleaders wärmten mit einem kleinen Aerobic-Programm vor dem Lauf die Sportlerinnen und Sportler auf, die sich nur zu gerne von den jungen Mädchen zur Gymnastik animieren ließen. Besonders die betroffenen Frauen – es waren mehr als 300 – fühlten sich in diesem Kreise aufgehoben. Denn beim Brustkrebs ist Solidarität, Mitgefühl und Unterstützung von Verwandten und Freunden enorm wichtig. Gerade am Anfang der Erkrankung sei man so allein, klagen viele. Deshalb sei es gut zu erfahren, dass auch andere an Brustkrebs erkrankt seien. Und so kommen die Betroffenen und ihre Begleitung gerne zum Race, weil sie hier den Optimismus finden, den sie bitter nötig haben. Ihr Motto an diesem Sonntagmorgen: „Fürs Leben gerne laufen“.

Im Zelt der Survivor, die sich nach dem Wettbewerb ohne Zeitnahme trafen, herrschte Betriebsamkeit. Zwischen Ständen zur Lymphberatung, Brustkrebs und Bewegung und der speziellen Unterwäsche von Anita Care saßen die Frauen in den inten siv pinkfarbenen T-Shirts. Wer sich so kleidete, gab unumwunden zu, an Brustkrebs erkrankt zu sein, was heutzutage noch immer kein selbstverständliches Verhalten ist. Unter den vielen Frauen befand sich auch die Brustkrebs- Nachsorgegruppe der TSG Oberursel, die sich freute, nach dem Sport ein Plätzchen zum Sitzen und Ausruhen gefunden zu haben. Zum zehnten Mal starteten die Oberurselerinnen beim Race for the Cure. Die Neulinge unter ihnen waren beeindruckt vom ganzen Drumherum mit Expo und Bühnenproramm, Läuferbeutelausgabe und Streckenplanung. Mit Erstaunen registrierten sie, „wie viele doch betroffen sind und wie viele Männer mitgelaufen sind“. So fühlen sich die Frauen der TSG Oberursel weiterhin stark motiviert, nicht locker zu lassen und im Alltag den Genesungsprozess durch regelmäßige Bewegung zu unterstützen.

„Eine berührende Veranstaltung ist das“, fand die Frankfurter Dezernentin für Umwelt und Gesundheit, Dr. Manuela Rottmann. „Man spürt, dass sowohl die Helfer als auch die Teilnehmer mit Herzblut bei der Sache sind. Das Race ist mehr als Spenden sammeln und das muss man auch sichtbar machen.“ Der Erlös aus dem Race for the Cure fließt in Projekte, die sowohl die Früherkennung von Brustkrebs fördern als auch der Aufklärung dienen.