Inflammatorischer Brustkrebs: „Eine klägliche, lange Odyssee“

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Irina ist 33 Jahre und Mutter von drei kleinen Kindern. Hier schildert sie ihre Erfahrungen mit dem inflammatorischen Brustkrebs.

Im Januar 2020 habe ich genau diese Diagnose bekommen: Inflammatorischer Brustkrebs, triple-negativ, G3 und fühle mich damit ziemlich alleine. Mir war lange nicht bewusst, wie ernst die Lage ist und wie selten diese Art von Krebs ist, weil ich seitens der Ärzte kaum aufgeklärt wurde. Meine Geschichte bis zur Diagnosestellung war tatsächlich eine klägliche, lange Odyssee, welche ich sogar in einem Roman herunter schreiben könnte. Da sich der Tumor vermutlich schon in der dritten Schwangerschaft entwickelt hat, hatte ich seit der Geburt unseres Sohnes im Mai 2019 furchtbare Probleme mit der erkrankten Brust (mit der ich gestillt hatte). Drei Krankenhausaufenthalte in sechs Monaten mit über 40 Fieber bis hinzu einer missglückten OP und radikalem Abstillen. Sämtliche Ablehnungen der Ärzte und fehlgestellte Diagnosen… Ich musste alleine suchen und für meine Rechte einstehen. Das lange Suchen und Fehlverhalten der Menschen, denen ich vertraut hatte, kostete mich im August die rechte Brust und viele befallene Lymphknoten.

Irina Held