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Symptome bei Brustkrebs

Redaktion Mamma Mia!

Frau tastet ihre Brust ab
© iStock / Drazen Zigic
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In den meisten Fällen entstehen bei Brustkrebs (Mammakarzinom) – die häufigste Krebserkrankung bei Frauen – im frühen Stadium keine Symptome oder Schmerzen. Daher wird ein Tumor in der Brust in der Regel bei einer Mammografie im Zuge der Früherkennung (Mammographie-Screening) erkannt.

Da ein Mammakarzinom anfangs meist keine Beschwerden verursacht, ist es wichtig, dass Frauen auf bestimmte Anzeichen achten, die auf einen Tumor in der Brust hindeuten könnten, damit eine früh einsetzende Behandlung möglich ist.

Knoten als erstes Anzeichen

Oftmals ist das erste Anzeichen für einen Tumor eine verhärtete Stelle in der Brust, ein sogenannter Knoten, der von der Frau selbst oder von der Gynäkologin oder dem Gynäkologen ertastet wird. Es kann aber auch andere Anzeichen beziehungsweise Veränderungen der Brust geben, die in jedem Fall umgehend ärztlich untersucht werden sollten, um einen Tumor auszuschließen. Denn je früher ein Mammakarzinom erkannt wird, desto früher kann eine Behandlung erfolgen und um umso besser ist auch die Prognose. Zur Behandlung eines Mammakarzinoms stehen heutzutage verschiedene Therapieoptionen, wie beispielsweise Operation, Bestrahlung, endokrine Therapie oder die Chemotherapie, zur Verfügung.

Früherkennung von Brustkrebs

In Deutschland haben alle Frauen ab dem 30. Lebensjahr einen gesetzlichen Anspruch auf eine Brustkrebs-Früherkennung, bei der der Gynäkologe die gesamte Brust sowie die Achsellymphknoten abtastet. Zwischen 50 und 69 Jahren können Frauen am Mammographie-Screening-Programm teilnehmen.

Wenn der Brustkrebs schon weiter fortgeschritten ist, kann es durch die Bildung von Metastasen zu weiteren Symptomen, wie beispielsweise Knochenschmerzen, Atemproblemen oder einem unerklärlichen Gewichtsverlust kommen. Betroffene sollten umgehend ihren Arzt konsultieren, um die geeignete Behandlung einzuleiten beziehungsweise die bisherige Therapie anzupassen. Auch für den fortgeschrittenen Brustkrebs stehen diverse Möglichkeiten der Behandlung zur Verfügung.

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Symptome von Brustkrebs im frühen Stadium

Die Symptome eines Tumors im frühen Stadium sind so unspezifisch, dass sie nicht eindeutig als Brustkrebs-Symptome gelten, sondern auch Hinweise auf andere Erkrankungen sein können. Auch wenn sich hinter den Beschwerden zum Glück häufig harmlose Ursachen verbergen, ist eine ärztliche Diagnose unerlässlich. Nur die Gynäkologin oder der Gynäkologe kann anhand von bildgebenden Verfahren und einer Biospie feststellen, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt und kann dann erste Schritte für die Therapie festlegen. Bei diesen Anzeichen sollte umgehend eine ärztliche Abklärung erfolgen, um die Behandlung im Falle eines Tumors nicht unnötig hinauszuzögern:

Knoten in der Brust

Wenn bei der Selbst-Untersuchung in der Brust oder um den Warzenhof ein Knoten ertastet wird, sollte der Gynäkologe aufgesucht werden. Knoten sind als Tastbefund in der Regel erst ab einer Größe von circa ein bis zwei Zentimeter Größe spürbar. Dies hängt unter anderem davon ab in welcher Tiefe sich der Tumor unter der Haut befindet, und ob das Brustgewebe eher knotig oder nicht knotig ist. Wenn sich der Verdacht auf Brustkrebs bestätigt, gilt es, die richtige Brustkrebs-Behandlung in die Wege zu leiten.

Veränderungen der Brustwarze

Wenn sich die Brustwarze komplett oder stellenweise einzieht oder einsenkt, kann dies ein Hinweis auf einen Tumor in der Brust sein und sollte abgeklärt werden, damit eine früheinsetzende Therapie gewählt werden kann.

Änderungen der Brustgröße

Die meisten Frauen haben verschieden große Brüste. Wenn der Größenunterschied aber neu auftritt und sich nur eine Brust vergrößert oder – durch Einziehungen oder Vorwölbungen – verformt, sollte eine Ärztin oder ein Arzt die Ursache feststellen und mögliche Behandlungsoptionen vorschlagen. Dies gilt auch, wenn sich beide Brüste beim Anheben der Arme unterschiedlich bewegen.

Hautveränderungen

Auch auffällige Hautveränderungen der Brust, wie Großporigkeit (Orangenhaut), eine verdickte oder gewellte Haut, nicht abheilende Entzündungen oder Rötungen, Jucken und Schuppen der Brusthaut oder -warze oder eine Überwärmung der Brust können Symptome für einen Tumor sein. Alle Veränderungen der Haut sollten ärztlich abgeklärt werden, um mit der Behandlung so früh wie möglich beginnen zu können, falls es sich um einen bösartigen Tumor handeln sollte.

Schwellungen in der Achselhöhle

Schwellungen oder Vergrößerungen der Lymphknoten in der Achselhöhle oder in der Gegend des Schlüsselbeins können zum einen auf eine Infektion, aber zum anderen auch auf Lymphknoten-Metastasen hinweisen und sollten untersucht werden. Eine ärztliche Diagnose ist notwendig, um die Erkrankung mit der richtigen Therapie behandeln zu können.

Ausfluss aus der Brustwarze

Wenn eine oder beide Brustwarzen eine klare, bräunliche oder blutige Flüssigkeit absondern, sollte ein Arzt aufgesucht werden, die oder der eine Diagnose stellt und die geeignete Therapie, beispielsweise eine Chemotherapie, für die zugrundeliegende Erkrankung findet.

Unerklärlicher Gewichtsverlust

Auch ein unerklärlicher Gewichtsverlust kann ein Anzeichen für eine Krebserkrankung sein. Der Gynäkologe kann erkennen, um welche Erkrankung es sich handelt und kann – je nach Diagnose – die richtige Behandlung einleiten.

Symptome von Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium

Wenn ein Mammakarzinom bereits Metastasen gebildet hat, können weitere Symptome für Brustkrebs auftreten. Anzeichen für ein Mammakarzinom in diesem fortgeschrittenen Stadium können beispielsweise sein: ein weiterer Knoten in der Brust, Knochenschmerzen, Schmerzen im Unterleib aber auch unspezifische Symptome wie Atemnot, ein anhaltendes Unwohlsein,  Gewichtsverlust, Kopfschmerzen und Schwindel, Erschöpfung oder Übelkeit. Nach der ärztlichen Diagnosestellung erfolgt die entsprechende Therapie, wie beispielsweise eine Anti-Hormon-, Strahlen- oder Chemotherapie.

Nicht jede Veränderung ist ein bösartiger Tumor

Symptome, die auf Brustkrebs hinweisen, können auch ein Zeichen für andere, oft harmlosere Erkrankungen sein. Die WHO geht zum Beispiel davon aus, dass etwa neun von zehn auffälligen Knoten gutartig sind.

Darüber hinaus verändert der Monatszyklus bei jungen Frauen das Brustgewebe: Hormoneinflüsse führen dazu, dass sich das Gewebe in der zweiten Zyklushälfte verdichtet. Dadurch lassen sich manchmal Verhärtungen ertasten, die von selbst wieder verschwinden. Kurz vor der Monatsblutung können die Brüste außerdem spannen und berührungsempfindlich sein.

  1. ONKO Internetportal. Brustkrebs – Symptome. Abgerufen am 26.08.2022 von  https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/symptome.html
  2. Deutsche Krebshilfe. Erkennen von Brustkrebs: Symptome im Anfangsstadium. Abgerufen am 26.08.2022 von https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/brustkrebs/#c20556
  3. Gi – Gesundheitsinformationen.de Metastasierter Brustkrebs. Abgerufen am 26.08.2022 von  https://www.gesundheitsinformation.de/metastasierter-brustkrebs.html
  4. DKFZ – Krebsinformationsdienst Symptome bei Brustkrebs. Abgerufen am 26.08.2022 von  https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/symptome.php

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