Scheidentrockenheit unter Antihormontherapie bei Brustkrebs – was hilft?

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Die Scheidentrockenheit ist vielen Frauen gut bekannt, aber nur wenige reden offen darüber. Vor allem während einer Antihormontherapie bei Brustkrebs ist die trockene Scheide ein häufiges Problem  – Behandlungen und Tipps!

Mit einer trockenen Scheide haben viele Frauen zu kämpfen – gesunde Frauen in den Wechseljahren, aber auch Frauen, die sich aufgrund einer Brustkrebserkrankung einer Antihormontherapie unterziehen, meist über mehrere Jahre. Die antihormonelle Behandlung (endokrine Therapie) greift in den Haushalt der weiblichen Geschlechtshormone ein. Sie sorgt dafür, dass Östrogene und/oder Progesteron nicht an die Andockstellen (Rezeptoren) der Zellen binden können beziehungsweise unterdrückt die Hormonproduktion. Die Schleimhäute werden dünner und trocknen aus, auch in der Scheide. Ärztinnen und Ärzte sprechen von vaginaler Athrophie. Die Scheidentrockenheit kann die Sexualität beeinflussen und den Geschlechtsverkehr unangenehm bis unmöglich machen.

Tipp! Bevor Sie eine Antihormontherapie beginnen: Lassen Sie sich die möglichen Nebenwirkungen der Medikamente gut erklären. Dann wissen Sie genauer, mit welchen Beschwerden Sie eventuell rechnen müssen. Die Nebenwirkungen können eintreten, müssen es aber nicht. Dieses Wissen kann Ängste vermindern und dafür sorgen, dass falscher Scham erst gar nicht entsteht.

Warum die Antihormontherapie Scheidentrockenheit auslöst

Östrogen besitzt verschiedene Funktionen im Körper. Das Hormon ist unter anderem für die Produktion der Scheidenflüssigkeit mitverantwortlich. Mit zunehmenden Lebensjahren sinkt die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone bei allen Frauen, vor allem die der Östrogene. Dies ist ein normaler Prozess, den jede Frau in ihrem Leben durchläuft: Sie kommt in die Wechseljahre. Daher leiden auch gesunde Frauen unter Scheidentrockenheit. 

Allerdings fällt eine gesunde Frau nicht schlagartig in die Wechseljahre, sondern die Östrogenproduktion nimmt allmählich über einen längeren Zeitraum ab. Außerdem produziert der Körper oft noch geringe Mengen an Östrogen. Daher empfinden viele Frauen in den Wechseljahren die Symptome wie Scheidentrockenheit als nicht so extrem. Anderes ist es während einer Antihormontherapie: Hier verändert sich die hormonelle Lage abrupt durch die endokrine Therapie.

Bei einer Antihormontherapie kommen verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz, zum Beispiel Antiöstrogene wie Tamoxifen. Sie unterbinden die Wirkung des Östrogens auf die Tumorzellen, indem sie die Bindungsstellen der Hormonrezeptoren an den Krebszellen besetzen. So kann das Östrogen nicht mehr andocken und die Krebszellen werden nicht mehr zum Wachstum und zur Teilung angeregt. Tamoxifen ruft seltener eine trockene Scheide hervor als andere Wirkstoffe der Antihormontherapie. Bei älteren Frauen kann sich die Scheidentrockenheit sogar bessern.

Eine weitere wichtige Gruppe von antihormonellen Medikamenten sind die Aromatasehemmer. Diese Wirkstoffe binden an das Enzym namens Aromatase und deaktivieren es. Dadurch wird die Produktion der Geschlechtshormone im Gewebe (Fett, Muskulatur) gedrosselt beziehungsweise gestoppt. Besonders bei der Einnahme von Aromatasehemmern sinkt die Menge des Östrogens stark ab. Dadurch baut sich die Scheidenschleimhaut ab. Sie wird dünner, trockener und empfindlicher gegenüber Berührung. Besonders beim Sex kann dies schmerzhaft sein. Manchmal ist der Geschlechtsverkehr sogar unmöglich. Zudem können kleine Verletzungen, Risse und Entzündungen der Schleimhaut  auftreten. Auch jüngere Frauen können unter einer trockenen Scheide leiden, wenn sie eine Behandlung mit Aromatasehemmern erhalten und die Funktion der Eierstöcke durch eine Operation oder Medikamente (GnRH-Analoga) ausgeschaltet wird.

Die Antihormontherapie beeinflusst zudem die Gesundheit der Scheidenflora. Diese besteht aus einer Vielzahl verschiedener Bakterien, die sich in einem Gleichgewicht befinden und gegenseitig in Schach halten. Gerät die Scheidenflora aus der Balance, können sich krankmachende Bakterien und Pilze leichter vermehren. Dann treten Scheideninfektionen häufiger auf.

Trockene Scheide oder Scheideninfektion? Symptome erkennen!

Trockenheit, Juckreiz, Brennen, Schmerzen, Rötungen und Schwellungen in der Scheide sowie verstärkter Ausfluss (unterschiedliche Konsistenz und Geruch, je nach Verursacher) – diese Symptome können auch auf eine Scheideninfektion hindeuten.

Scheuen Sie sich nicht, bei diesen und anderen Symptomen ärztlichen Rat einzuholen und Ihre Beschwerden abklären zu lassen. Ärztinnen und Ärzte können die Symptome in der Scheide richtig einordnen und sie – je nach Ursache – behandeln.

Viele Frauen haben im Lauf ihres Lebens mit Infektionen der Scheide zu tun, manche auch häufiger. Eine antihormonelle Behandlung verändert die Scheidenflora ebenfalls und lässt sie anfälliger für krankheitsauslösende Erreger werden. Oft sind Scheidenpilze (Candida albicans) oder Bakterien wie Gardnerella vaginalis die Übeltäter.

Sind zum Beispiel Bakterien der Grund für die Scheideninfektion, können Antibiotika helfen, die es in Form von Zäpfchen, Gel oder Creme zur lokalen Anwendung in der Scheide gibt. Gegen Pilze helfen Antipilzmittel, sogenannte Antimykotika.

Bei Scheidentrockenheit, Brennen und Schmerzen, deren Ursache die Antihormontherapie ist, gibt es verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Wenn Sie dadurch zusätzlich Konflikte in der Partnerschaft oder sexuelle Probleme haben, kann eine psychosexuelle Beratung hilfreich sein.

Scheidentrockenheit hormonfrei behandeln

Sprechen Sie das Thema „Scheidentrockenheit“ frühzeitig und offen bei Ihrem Behandlungsteam an. Scham, Ängste, sexueller Rückzug und eine Verengung der Scheide lassen sich so oft verhindern.

Welche Behandlung bei Scheidentrockenheit zum Einsatz kommt, hängt von Ihren persönlichen Wünschen und Präferenzen sowie von der Ausprägung Ihrer Beschwerden ab. Eine trockene Scheide lässt sich zunächst ohne Hormone behandeln. Hilfreich können zum Beispiel diese Produkte und Maßnahmen sein:

  • Vaginale Feuchtigkeitscremes, -gele oder -zäpfchen, die Sie täglich anwenden – sie befeuchten die Scheide und sorgen für mehr Elastizität.
  • Gleitgel, um den Sex angenehmer zu machen – Gleitgel entfaltet seine Wirkung kurzfristig und Sie können es jederzeit bei Bedarf anwenden.

Feuchtigkeitsgel und Gleitgel: die wichtigsten Unterschiede

  • Feuchtigkeitscremes, -gele oder -zäpfchen sollen – wie der Name schon sagt – vor allem Feuchtigkeit spenden. Sie befeuchten und beruhigen die Schleimhaut in der Scheide, lindern Trockenheit und fördern die Elastizität. Ein Feuchtigkeitsgel eignet sich für die langfristige und tägliche Pflege und Befeuchtung. Sie wenden es also regelmäßig an, nicht nur beim Sex. Feuchtigkeitsgele enthalten verschiedene Substanzen. Ein Beispiel ist Hyaluronsäure, die als besonders guter Wasserspeicher gilt und die Feuchtigkeit wie ein Schwamm festhält. Oft sind dem Gel noch weitere pflegende und beruhigende Substanzen zugesetzt, zum Beispiel Aloe vera, Fette (Lipide) oder Öle. Sie helfen bei Reizungen der Schleimhaut oder beugen diesen vor. Außerdem gleichen sie den pH-Wert in der Scheide aus.
  • Gleitgele sollen dagegen die Gleitfähigkeit verbessern und unangenehme Reibungen und Verletzungen im Intimbereich vermindern. Sie sind zum Beispiel auf Wasser- oder Silikonbasis erhältlich. Ein Gleitgel wenden Sie kurzfristig und nur bei Bedarf vor dem Geschlechtsverkehr an. Viele Gleitgele können Sie auch mit Kondomen oder Sexspielzeug kombinieren.
  • Vaginaldehner oder Dildos können zusätzlich helfen, wenn die Scheide schon verengt ist. Das sind spezielle Produkte, um die Scheide schonend und vorsichtig zu dehnen und zu weiten.

Örtliche Hormone bei Scheidentrockenheit

Manchmal lässt sich die Scheidentrockenheit nicht ausreichend mit hormonfreien Cremes, Gelen oder Zäpfchen bessern. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Symptome stark ausgeprägt sind oder die Scheidenschleimhaut schon länger unter dem Östrogenmangel leidet. Dann können Präparate (meist Zäpfchen) mit Hormonen eine Möglichkeit sein, die Sie örtlich (lokal) anwenden. Besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam, ob hormonhaltige Präparate für Sie eine Möglichkeit sind und wägen Sie den Nutzen und die möglichen Risiken gut ab.

Bei Scheidentrockenheit kann eine bestimmte Form des Östrogens zum Einsatz kommen, das Estriol. Es wirkt schwächer und nur lokal auf die Schleimhäute in der Scheide. Estriol wird nur in sehr geringen Mengen über die Schleimhaut der Scheide ins Blut aufgenommen.  In niedriger Dosierung (0,03 mg Estriol/Zäpfchen) besteht daher keine Gefahr für das Wachstum von Tumorzellen.

Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) empfiehlt, den Wirkstoff lokal in dieser niedrigen Dosierung als „Kur“ über vier Wochen einmal täglich und danach acht Wochen lang dreimal pro Woche anzuwenden.

Auch Frauen mit einem hormonempfindlichen Brustkrebs können also eine Hormonersatztherapie (HRT) anwenden. Sie enthält jedoch kein Östrogen oder Estradiol (das Östrogen aus den Eierstöcken) und erfolgt auch nicht, wie sonst in den Wechseljahren üblich, in Form von Tabletten zum Einnehmen. Bei oral eingenommenen Tabletten verteilen sich die Wirkstoffe mit dem Blutstrom im gesamten Körper. So kann sich das Risiko für eine Rückkehr des Brustkrebses erhöhen.

Hinweis: Der Beipackzettel der Präparate enthält in der Regel einen Hinweis, dass sie nicht angewendet werden sollten, wenn Sie an einem hormon(estrogen)abhängigen Brustkrebs erkrankt sind oder früher einmal erkrankt waren beziehungsweise ein entsprechender Verdacht besteht. Diese Aussage gilt jedoch als veraltet.

Scheidentrockenheit vorbeugen – das können Sie selbst tun!

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) gibt zudem einige allgemeine Tipps, mit denen Sie einer Scheidentrockenheit vorbeugen können. Sie helfen dabei mit, die Durchblutung der Scheide zu verbessern und das natürliche Scheidenmilieu zu unterstützen.

  • Rauchen Sie nicht – dies schränkt die Durchblutung ein, auch in der Scheide.
  • Seien Sie weiterhin sexuell aktiv und verwenden Sie Feuchtigkeitsgel oder Gleitgel, wenn der Geschlechtsverkehr schmerzhaft ist.
  • Absolvieren Sie regelmäßig ein Beckenbodentraining, um die Muskulatur zu kräftigen – dies kann auch für die Sexualität förderlich sein.
  • Intimreinigung und –pflege: Verwenden Sie pures Wasser oder rückfettende, pH-neutrale oder saure Waschlotionen ohne Parfümzusätze.
  • Tragen Sie lockere Wäsche aus atmungsaktiven Stoffen wie Baumwolle oder Seide statt aus Kunstfasern. Verzichten Sie auch auf Slipeinlagen und eng anliegende Nylons (Strumpfhosen, Strümpfe) aus synthetischen Materialen.
  • Verwenden Sie bei der Kleiderwäsche keinen Weichspüler.
FAQs: Trockene Scheide

Wenn man eine trockene Scheide nicht behandelt, können Schmerzen beim Sex, Juckreiz, Brennen oder ein Druckgefühl auftreten. Auch kleine Verletzungen wie Risse, Blutungen oder Entzündungen sind möglich. Außerdem nimmt die Gefahr für Infektionen zu, zum Beispiel mit Pilzen und Bakterien, weil die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht gerät. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bei Scheidentrockenheit, zum Beispiel hormonfreie Feuchtigkeits- und Gleitgele.

Eine Hormoncreme, die sich für Frauen während einer Antihormontherapie aufgrund einer Brustkrebserkrankung eignet, enthält das Hormon Estriol (ein schwaches Östrogen) in niedriger Dosierung. Die Scheidenschleimhaut wird wieder feuchter, dicker und elastischer. Die Hormoncreme kann daher Scheidentrockenheit, Brennen und Jucken lindern und Schmerzen beim Sex verhindern. Auch das Scheidenmilieu lässt sich günstig beeinflussen.

Die Antihormontherapie bei Brustkrebs ruft Nebenwirkungen hervor, die denen der Wechseljahre ähnlich sind. Beispiele: Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen oder Scheidentrockenheit. Wie stark diese Symptome ausgeprägt sind, ist individuell verschieden. Es gibt aber verschiedene Behandlungen, die diese Nebenwirkungen der Antihormontherapie lindern können.

Ein Gleitgel hilft sofort gegen Scheidentrockenheit und ist eine „Akutmaßnahme“ kurz vor dem Geschlechtsverkehr. Auch Feuchtigkeitsgele sind eine gute Möglichkeit, um die Symptome einer trockenen Scheide langfristig zu lindern. Diese Präparate wenden Sie aber regelmäßig an, um die Scheide zu befeuchten – nicht nur beim Sex.

Die Informationen auf dieser Seite können eine professionelle Beratung durch ausgebildete und anerkannte Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen. Auch dienen sie nicht dazu, eigenständig eine Diagnose zu stellen oder eine Therapie einzuleiten.

Kommentare • 10
  1. leide seit ungefähr 25 Wochen an Scheidentrockenheit, laut Aussage meiner Frauenärztin Östrogenmangel. Habe OEKOLP Creme 1mg ausprobiert, kam nach Therapie Ende wieder zum Ausbruch, Brennen, jucken, Pilzinfektion und bakterielle Infektion. jetzt nehme ich OEKOLP 0.03 mg Ovula? was kann man noch tun? Milchsäurebakterien vertrage ich nicht.

  2. Guten Tag,
    Sie sagen, dass das Hormon Estirol, welches ich als Tablette einführen, nicht oder nur in geringem Maße über die Schleimhaut in die Blutbahn gelangt. Aber bei Schmerzzäpfchen ist das doch genau der gewünschte Effekt. Dass der Wirkstoff über die Darmschleimhaut schnell ins Blut gelangt um schneller zu wirken. Ist das nicht ein Widerspruch?
    Schöne Grüße

  3. nehme seit 1 Jahr Letrozol.,2,5 mg Tabletten täglich, bin operiert an Brustkrebs im Mai 2022 danach mit 15 Bestrahlungen behandelt, nun habe ich Schmerzen in der Scheide zu trocken? es fühlt sich an wie eine Blasenentzündung

    1. Hallo Hanne,
      Dein Kommentar haette auch von mir geschrieben sein koennen…. Ich habe das Gefuehl als waere es eine Blasenentzuendung, aber meine Blase wurde untersucht und es besteht kein Problem. Hast du inzwischen eine Loesung?
      mfG
      Eva

  4. Hallo,
    Auch bei mir wurde 5 Jahre lang diese Therapie, auch OP und 25 Bestrahlungen.
    Jetzt gelte ich als gesund!
    Bin schon dankbar – allerdings lt. meinem Arzt soll ich hinnehmen, dass ich keine Lust bzw. starke Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verspüre. Dürfte nicht nur Trockenheit sein, da ich keinerlei Erleichterung beim Schmieren mit Vaginalcreme erfahre
    Ich wäre wirklich sehr glücklich, wenn e
    Man mir helfen könnte…

    Lg und ich erwarte Ihre Antwort
    Elisabeth Summer

    1. Liebe Frau S.,
      hier die Antwort unseres Experten:
      Die Probleme aus Ihrer Schilderung werden leider häufig geäußert, weil direkt mit der Antihormontherapie verknüpft. Ein wichtiger Gedanke dazu unsererseits ist, dass aus ärztlicher Sicht Ihre gesamte Lebensqualität betrachtet wird.
      Wir können die Frage nicht wirklich genau beantworten – da nicht klar ist, ob es sich bei der von Ihnen erwähnten Vaginalcreme um eine östrogenhaltige Creme handelt. Auf jeden Fall gibt es vielfältige Behandlungsmethoden, um für Sie eine spürbar bessere Lebensqualität zu erreichen. In den Brustzentren finden sich auf jeden Fall Kolleg:Innen, die sie sehr individuell beraten können.

      Herzliche Grüße
      Das Mamma Mia!-Team

  5. hallo ich hab auch die Ovestin 1mg Creme empfohlen bekommen aber wie ich den Packungsbeilage gelesen habe und die nebenwirkungen gesehen habe wurde ich total verunsichert und haben Angst die nebenwirkungen sind schon heftig mit M.f.g Dagamar Müller

    1. Liebe Frau Müller,
      wir haben diese Frage einmal an unseren Experten weitergeleitet.

      Die Creme ist aus meiner Sicht unbedenklich einzusetzen. Bei Vorliegen (bzw Zustand nach) einer Hormonrezeptor-positiven Brustkrebserkrankung gibt es allerdings zumindest theoretische Bedenken, ob damit das Rückfallrsiko ggf erhöht werden kann. Dagegen müssen sie ihre Beschwerden abwägen.

      Wir hoffen, diese Antwort hilft Ihnen weiter.

      Herzliche Grüße

  6. Hallo, bei mir wurde 2008 mit 44Jahren Brustkrebs festgestellt. Ich habe Chemo Bestrahlung u Antihormontherapie mit Tamoxifen eine Therapie gemacht! 2016 wurde bei mir eine Autoimmunerkrankung das Sjögren Syndrom mit einer Unterlippenspeicheldrüsenbiobsie festgestellt. seit 2008 ist es nichts mehr wie es mal war!! Meine Vaginal Schleimhaut ist nicht mehr wie sie einmal war! Mein neuer FA hat mir Ovestin 1mg Creme empfohlen! Nachdem ich die Packungsbeilage gelesen habe, bin ich jetzt total verunsichert diese anzuwenden, da mir immer gesagt wurde auf eine Anwendung einer Hormonhaltiger Creme zu verzichten! Ich bin jetzt verunsichert und habe bedenken diese anzuwenden!
    MfG Eva Ballweg

    1. Liebe Eva,
      ihre Lebensqualität ist wichtig und Symptome sollten unter Berücksichtigung der Brustkrebserkrankung vor 15Jahren behandelt werden. Bei Trockenheit der Vaginalschleimhaut werden primär zwar nicht hormonelle Vaginalgele empfohlen, aber sie können auch Östriol (E3 0,03mg) als Kur (4Wochen 1×1 pro Tag, dann 8Wochen 3x1pro Woche) lokal anwenden – hierzu gibt es gute Daten, dass die Wirkung sich fast nur auf die Vaginalschleimhaut beschränkt. Besprechen sie Ihre Ängste, die Aufgrund der Packungsbeilage entstanden sind mit ihrem neuen Frauenarzt – eine gute Vertrauensbasis ist unabdingbar für die weitere Arzt-Patientin-Beziehung.

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