Eva.

Diesen Sommer wolltest du noch einmal zum Kilimanjaro reisen. Dorthin, wo vor 20 Jahre alles angefangen hat. Dort hattest du mit deiner Freundin Anne-Claire die Idee, das Mamma Mia! Brustkrebsmagazin zu gründen. Um dafür zu sorgen, dass Betroffene sich immer aktuell und korrekt über alle ihre Therapiemöglichkeiten informieren können.

Diese Reise kannst du nun nicht mehr antreten.

Gerade haben wir noch mit dir unser Jubiläumsmagazin entworfen, in alten Covern gestöbert, uns von dir Anekdoten aus den Anfangszeiten berichten lassen. Und nun sollen wir ohne dich weitermachen?

Für dich hat immer die Patientin im Fokus gestanden. Du warst ihre stärkste Stimme, in den Diskussionen mit Wissenschaftlern, der Pharmaindustrie, mit Vereinen. Du warst immer kritisch, hast dich nie gescheut, Missstände offen anzusprechen. Am meisten hat es dich geärgert, wenn Bürokratie Einfluss auf Therapieverläufe genommen hat, entweder weil neue Zulassungen zu lange gedauert haben oder Off-Label-Use-Anträge abgelehnt wurden. Du hast uns jeden Tag beeindruckt.

Wie viele einzelne Betroffene du unterstützt hast, für sie dein unfassbar großes Netzwerk aktiviert hast, um die bestmögliche Versorgung zu erreichen.
Unermüdlich bist du von Kongress zu Kongress geflogen, um immer auf dem allerneusten Stand der Entwicklung zu bleiben und dann in unseren Magazinen davon für Patientinnen zu schreiben.

Dein unermüdlicher Wille hat dich trotz deiner Erkrankung immer vorangetrieben. Doch jetzt ist dir die Kraft ausgegangen.

Wie wir ohne dich weitermachen sollen? Im Moment eine Frage, die wir weder zulassen möchten noch konkret beantworten können. Wir sind geschockt und in tiefer Trauer. Aber wir werden weitermachen. Um dein Werk fortzuführen, um weiterhin für Betroffene da zu sein und sie auf dem Weg mit ihrer Erkrankung zu unterstützen.
Du fehlst uns!

Unsere Gedanken sind bei deiner Familie.

Dein Mamma Mia! Team

Annika, Antonia, Emanuel, Ingrid, Kerstin, Marina, Sabine, Susan, Tülin, Uli und Ulrike