Antwort
Dr. Daniela Rezek: Vitamin B12 ist ein wasserlösliches Vitamin, das unser Körper in der Leber speichern kann. Der menschliche Körper kann Vitamin B12 nicht selbst herstellen. Zwar kommen im Darm Bakterien vor, die das Vitamin bilden, doch der Organismus kann diese Quelle nur unzureichend nutzen. Gelangt Vitamin B12 mit der Nahrung in den Magen, startet ein aufwändiger Mechanismus: Das Vitamin wird aus dem Essen freigesetzt und an spezielle Transporteiweiße gebunden. Dies nennt sich Intrinsic Factor (IF) und ist notwendig, damit der Körper Vitamin B12 über die Darmschleimhaut aufnehmen kann. Vitamin B befeuert auf keinen Fall das Wachstum von Krebs!
Es ist aber so, dass ein hoher Vitamin B-Spiegel ein Hinweis für das Vorliegen von Krebs sein kann. Ein niedriger Spiegel sollte auf jeden Fall ausgeglichen werden und die von Ihnen beschriebene Behandlung ist völlig korrekt. Ein Vitamin B12-Mangel kann zu Blutarmut, Haarausfall, Gedächtnisschwäche, depressiven Verstimmungen und weiteren Symptomen führen.
Dr. Daniela Rezek ist Chefärztin der Klinik für Senologie/Ästhetische Chirurgie und Leiterin des zertifizierten Brust und Brustkrebszentrums im Evangelischen Krankenhaus am Gesundheits Campus Wesel. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen im Bereich der ästhetisch rekonstruktiven Operation sowie der medikamentösen Tumortherapie. Sie führt die Zusatzbezeichnungen „Integrative Medizin in der Onkologie“ und „Naturheilkunde“. Sie ist Vorstandsmitglied der AWOgyn sowie Auditorin der Deutschen Krebsgesellschaft und Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften.
Quelle: Mamma Mia! Das Brustkrebsmagazin 01/2025
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