Die Knochen- oder Skelettszintigraphie kann dabei mithelfen, die Ausbreitung einer Krebserkrankung festzustellen und Knochenmetastasen ausfindig zu machen. Sie kann auch den Verlauf einer Krebserkrankung und die Wirksamkeit von Therapien überprüfen. Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQs) zur Szintigraphie bei Krebs.
Kann man mithilfe einer Knochenszintigraphie Krebs feststellen?
Eine Knochenszintigraphie kann Hinweise auf eine Krebserkrankung der Knochen oder Knochenmetastasen geben, die auf eine andere Krebserkrankung zurückzuführen sind. Brustkrebs und Prostatakrebs streuen oft zuerst in die Knochen. Die Szintigraphie kommt aber nur als Ergänzung zu anderen bildgebenden Verfahren wie dem Ultraschall, der Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz. Sie kann Erkenntnisse liefern, die sich mit diesen Verfahren nicht gewinnen lassen. Ein Knochenszintigramm kann bei bestimmten Fragestellungen sehr aussagekräftig sein.
Wann sollte man eine Knochenszintigraphie machen lassen?
Eine Knochenszintigraphie kann in verschiedenen Situationen sinnvoll sein, zum Beispiel beim Verdacht, dass sich eine Krebserkrankung schon weiter auf die Knochen ausgebreitet hat. Aber auch bei Entzündungen der Knochen oder Gelenkproblemen stellt sie eine diagnostische Möglichkeit dar.
Was sagt eine Knochenszintigraphie aus?
Die Knochenszintigraphie kann Bereiche im Skelett und in den Knochen sichtbar machen, in denen der Knochenstoffwechsel verändert ist. So ist die Stoffwechselaktivität zum Beispiel bei Knochenmetastasen erhöht. Und dies lässt sich auf einem Skelett- oder Knochenszintigramm erkennen. Diese Methode unterstützt Ärzte und Ärztinnen also dabei, zu prüfen, ob Knochenmetastasen bei einer Krebserkrankung vorhanden sind oder nicht. Auch Entzündungen oder Brüche von Knochen sind erkennbar.
Ist die Knochenszintigraphie gefährlich?
Die Szintigraphie arbeitet zwar mit radioaktiven Substanzen, die aber gering dosiert sind und schnell wieder ausgeschieden werden. Die Untersuchung ist nicht gefährlich, aber sie ist mit einer gewissen Strahlenbelastung verbunden. Daher sollten Sie auch in den ersten Stunden nach der Untersuchung keinen engen Kontakt mit schwangeren und stillenden Frauen und kleinen Kindern pflegen.
Ist die Strahlung für andere gefährlich?
Auch wenn die Strahlung sehr gering und für andere in der Regel nicht gefährlich ist: Expertinnen und Expertinnen der Nuklearmedizin empfehlen, den engen Kontakt zu Schwangeren, Stillenden und kleinen Kindern für einige Stunden zu vermeiden. Verzichten Sie daher zunächst auf enge Umarmungen und Küsse. Für andere Personen gelten diese empfohlenen Einschränkungen nicht.
Tut die Knochenszintigraphie weh?
Nein, die Knochenszintigraphie selbst tut nicht weh. Weder das Radiopharmakon noch die Gammakamera, welche die Bilder aufnimmt, rufen Schmerzen hervor. Allerdings kann die Injektion der radioaktiven Substanz mit leichten Schmerzen (meist einem kurzen Piks) verbunden sein. Manchmal sind die Schmerzen an der Einstichstelle auch später noch spürbar. Sie vergehen aber binnen kurzer Zeit wieder.
Wann bekomme ich das Ergebnis der Knochenszintigraphie?
Fachleute aus der Nuklearmedizin geben Ihnen manchmal schon direkt nach dem Blick auf das Szintigramm eine erste Einschätzung. Sie sagen zum Beispiel, ob es bei einer Skelettszintigraphie auffällige Bereiche im Knochen gibt, die auf Metastasen hindeuten können. Der genaue szintigraphische Befund dauert jedoch meist einige Tage.
Ist eine Knochenszintigraphie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglich?
Die Knochenszintigraphie während der Schwangerschaft ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen, kommt aber nur in dringenden Ausnahmefällen bei Schwangeren zum Einsatz. Fachpersonen aus der Nuklearmedizin wägen immer die Vorteile und Risiken individuell ab und die medizinische Notwendigkeit (Indikation) wird sehr streng gestellt. Im Zweifelsfall sollte die Szintigraphie erst nach der Entbindung stattfinden. Stillende Frauen sollten nach der Szintigraphie vorsorglich für 48 Stunden auf das Stillen verzichten und die Milch verwerfen.
Kann ich nach der Knochenszintigraphie Auto fahren?
Sie können nach einer Szintigraphie Auto fahren, sofern Sie kein Beruhigungsmittel erhalten haben. In diesem Fall sollten Sie sich von einer anderen Person abholen lassen und nicht selbst das Auto steuern, da es durch das Beruhigungsmittel zu Müdigkeit und Schläfrigkeit kommen kann.
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- S1-Leitlinie „Skelettszintigraphie“, Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) , Stand: 11/2022, abgerufen am 23.3.2026
- Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V., Patienten, FAQ, abgerufen am 23.3.2026
- Deutsches Krebsforschungszentrum (DFKZ), Untersuchungen bei Krebs, Szintigraphie, Anwendung und häufige Fragen, abgerufen am 23.3.2026
- Onko-Internetportal, Basisinformationen Krebs, Diagnosemethoden, Szintigrafie, abgerufen am 24.3.2026
- Kinderkrebs.info, bildgebende Verfahren, nuklearmedizinische Verfahren, Skelettszintigraphie, abgerufen am 24.3.2026
Die Informationen auf dieser Seite können eine professionelle Beratung durch ausgebildete und anerkannte Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen. Auch dienen sie nicht dazu, eigenständig eine Diagnose zu stellen oder eine Therapie einzuleiten.

