FAQs: Brustultraschall (Mamma-Sonographie)

Redaktion Mamma Mia!

© iStock / yacobchuk

Der Brustultraschall spielt in der Diagnostik von Brustkrebs eine wichtige Rolle. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQs) zur Mamma-Sonographie zusammengesellt.

Kann man am Ultraschall Brustkrebs erkennen?

Allein mit dem Ultraschall lässt sich Brustkrebs nicht sicher und eindeutig erkennen. Die Sonographie der Brust kann Hinweise auf gutartige Veränderungen wie Zysten oder Fibroadenome, aber auch auf Brustkrebs liefern.  Viele fragen sich: Wie sieht Brustkrebs im Ultraschall aus? Zysten sehen zum Beispiel im Ultraschall rund aus und haben glatte Ränder. Dagegen besitzt ein Knoten, der auf Brustkrebs hindeuten kann, oft ausgefranste Ränder und unregelmäßige Strukturen. In der Regel folgen weitere Untersuchungen zur Abklärung, zum Beispiel eine Mammographie und Gewebeentnahme (Biopsie).

Wann ist ein Brustultraschall sinnvoll?

Ein Brustultraschall ist sinnvoll, wenn es Veränderungen wie einen tastbaren Knoten in der Brust und somit Hinweise auf Brustkrebs gibt. Vor allem bei Frauen, die ein sehr dichtes Brustgewebe haben, kann die Sonographie zusätzliche Informationen liefern. Die Aussagekraft der Mammographie – einer Röntgenuntersuchung – kann bei einer hohen Brustdichte eingeschränkt sein. Ob der Ultraschall sinnvoll in der Früherkennung von Brustkrebs ist, ist laut dem IGeL-Monitor „unklar“. Die Früherkennung setzt daher auf die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brüste, die Tastuntersuchung beim Arzt ab dem 30. Lebensjahr (jährlich) und die Mammographie ab dem 50. Lebensjahr (alle zwei Jahre). Zukünftig soll die Mammografie schon ab dem 45. Lebensjahr zur Früherkennung von Brustkrebs möglich sein.

Wie viel kostet ein Brustultraschall beim Frauenarzt?

Ein Brustultraschall beim Frauenarzt kostet in der Regel zwischen 26 und 60 Euro, so der IGeL-Monitor. Die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen tragen die Kosten bei einer medizinischen Notwendigkeit (Indikation). Zur Brustkrebsfrüherkennung eingesetzt, wenn keine Symptome vorliegen und kein konkreter Verdacht besteht, müssen Sie die Kosten selbst tragen.

Kann man Knoten in der Brust mit Ultraschall sehen?

Gutartige Knoten in der Brust wie Zysten oder Fibroadenome lassen sich im Ultraschall sehen und von einer bösartigen Veränderung abgrenzen. Eine Zyste ist mit Flüssigkeit gefüllt und sieht im Ultraschall dunkel aus. Ob ein Knoten jedoch gut- oder bösartig ist, lässt sich nur mit Hilfe weiterer Untersuchungen feststellen, zum Beispiel der Mammographie oder Biopsie. Dabei wird Gewebe aus dem verdächtigen Bereich der Brust entnommen und im Labor untersucht.

Ist Ultraschall genauso gut wie die Mammographie?

Beide bildgebenden Verfahren – Ultraschall und Mammographie – haben ihre Stärken und Schwächen. Beide besitzen in der Diagnostik von Brustkrebs ihren Stellenwert. Im Ultraschall sehen Ärztinnen und Ärzte manchmal Dinge, die in der Mammographie verborgen bleiben – und umgekehrt. Daher ist beim Verdacht auf Brustkrebs eine Kombination verschiedener Untersuchungsmethoden wichtig.

Was passiert, wenn ein Brustultraschallbefund auffällig ist?

Wenn ein Brustultraschall einen auffälligen Befund ergibt, folgen in der Regel weitere Untersuchungen. Dies können eine Mammographie und schließlich die Entnahme einer Gewebeprobe sein, die Biopsie. Das entnommene Gewebe wird in einem pathologischen Labor unter dem Mikroskop untersucht. Gutartige und bösartige Zellen lassen sich so sicher unterscheiden. Ärztinnen und Ärzte können dann entweder Entwarnung geben oder die Diagnose Brustkrebs stellen.

Welchen Brustkrebs sieht man nicht im Ultraschall?

Manche Arten von Brustkrebs sieht man im Ultraschall nur schwer oder nicht. Ein Beispiel ist das lobuläre Mammakarzinom, bei dem sich der Tumor in den Drüsenläppchen und nicht in den Milchgängen bildet. Ein lobulärer Brustkrebs wächst oft diffus und bildet keine typischen Knoten. Daher bleibt er oft lange unbemerkt.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

Die Informationen auf dieser Seite können eine professionelle Beratung durch ausgebildete und anerkannte Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen. Auch dienen sie nicht dazu, eigenständig eine Diagnose zu stellen oder eine Therapie einzuleiten.