Symptome bei metastasiertem Brustkrebs

Redaktion Mamma Mia!

Abbildung der Brüste einer Frau
© iStock / R&A Studio

Metastasierter Brustkrebs kann verschiedene Symptome hervorrufen. Die Anzeichen hängen davon ab, in welchem Organ sich die Metastasen gebildet haben – der Kurzüberblick. 

Die Symptome bei Metastasen aufgrund einer Brustkrebserkrankung hängen immer davon ab, in welchem Organ sie sich gebildet haben, etwa in den Knochen oder in der Leber. Grundsätzlich sollten Sie immer Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie Beschwerden haben. Falls Sie schon einmal an Brustkrebs erkrankt sind, warten Sie nicht auf den nächsten Nachsorgetermin, sondern wenden Sie sich sofort an Ihre Arztpraxis. Ärztinnen und Ärzte können die Beschwerden abklären und notwendige Untersuchungen durchführen. Bei metastasiertem Brustkrebs gibt es verschiedene Behandlungen.

Knochenmetastasen: Symptome

Knochenmetastasen verursachen zu Beginn meist kaum Beschwerden. Daher diagnostizieren Ärztinnen und Ärzte sie oft erst spät. Ein erstes Anzeichen für Metastasen in den Knochen sind meist Schmerzen. Je nach betroffenen Knochen können Schmerzen im Rücken, in den Armen oder Beinen, in der Schulter oder im Nacken auftreten. Auch ein Knochenbruch ohne erkennbare Ursache kann ein Symptom für Knochenmetastasen sein. 

Metastasen bilden sich bei Brustkrebs häufig in der Wirbelsäule. Sie können zu einer Quetschung des Rückenmarks führen. Diese Rückenmarkskompression müssen Ärztinnen und Ärzte sofort behandeln. Wirbelsäulenmetastasen können sich durch neurologische Störungen bemerkbar machen. Dazu gehören zum Beispiel folgende Anzeichen: 

  • Missempfindungen 
  • Taubheitsgefühle 
  • Muskelschwäche  
  • Lähmungserscheinungen 
  • Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang. 

 

Breiten sich die Krebszellen auf das Knochenmark aus, können sie die Bildung von Blutzellen stören. Mögliche Symptome können Müdigkeit und Schwindel aufgrund einer Blutarmut (Anämie) sein.

Lebermetastasen: Symptome

Metastasen in der Leber können unspezifische Symptome verursachen, die auch bei anderen Krankheiten vorkommen können. Mögliche Beschwerden bei Lebermetastasen sind:

  • Ungewollter Gewichtsverlust innerhalb kurzer Zeit
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Verdauungsprobleme, zum Beispiel Durchfall über einen längeren Zeitraum
  • Schmerzen im rechten Oberbauch
  • Gelbsucht (Ikterus): Gelbfärbung der Augen und Haut; Juckreiz, wenn die Leber schon stark geschädigt ist

Lungenmetastasen: Symptome

Metastasen in der Lunge verursachen zunächst meist keine Beschwerden. Zudem sind sie oft unspezifisch und können auch im Rahmen anderer Erkrankungen vorkommen, zum Beispiel bei Infektionen. Mögliche Symptome bei Lungenmetastasen sind: 

  • Schmerzen in der Brust 
  • Atemnot/Luftnot 
  • Hustenreiz 
  • Auch eine Lungenentzündung kann auftreten 

Hirnmetastasen: Symptome

Metastasen im Gehirn machen sich durch verschiedene neurologische Störungen bemerkbar. Symptome können zum Beispiel diese sein: 

  • Kopfschmerzen 
  • Sprachstörungen 
  • Kognitive Störungen (zum Beispiel Denken, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit) 
  • Veränderungen der Sinneswahrnehmung 
  • Krampfanfälle (epileptische Anfälle) 
  • Lähmungen 
  • Bewusstseinsstörungen 

Hautmetastasen: Symptome

Metastasen in der Haut kommen bei Brustkrebs seltener vor. Sie können sich durch verschiedene Arten von Hautveränderungen bemerkbar machen. Beispiele sind: 

  • Tastbare Knötchen  
  • Pusteln 
  • Plaques 
  • Im Verlauf: Hautveränderungen können sich vergrößern und einem Ekzem ähneln 


Grundsätzlich können Hautmetastasen überall am Körper auftreten, häufig bilden sie sich jedoch im Bereich der Brust, am Rücken und am Hals. 

FAQs: Symptome bei Brustkrebs-Metastasen

Viele Frauen mit Brustkrebs fragen sich, wie man Metastasen merken kann. Die Symptome hängen davon ab, in welches Organ oder Gewebe der Brustkrebs gestreut hat. Die Metastasen können die Funktion dieses Organs beeinträchtigen, zum Beispiel die der Knochen, Leber, Lunge oder des Gehirns. Ein Beispiel: Bei Knochenmetastasen merken viele Knochenschmerzen. Außerdem brechen die Knochen leichter. Auch mit Hilfe von bildgebenden Verfahren wie der Knochenszintigrafie, einem Leberultraschall oder einer PET/CT können Ärztinnen und Ärzte Metastasen feststellen.

Das hängt davon ab, in welchem Organ sich die Metastasen bei Brustkrebs gebildet haben. Knochenmetastasen, zum Beispiel in der Wirbelsäule, können aufgrund der Reizungen im Knochen sehr schmerzhaft sein. Außerdem werden die Knochen instabil und brechen leichter. Metastasen in anderen Organen wie der Leber oder Lunge können dagegen lange Zeit keine Schmerzen hervorrufen und unbemerkt bleiben.

Die Metastasierung bei Krebs  ist ein Prozess, der in mehreren Stufen oder Phasen abläuft. Er lässt sich grob so beschreiben:

  1. Invasion: Die Tumorzellen dringen lokal ins angrenzende Gewebe ein.
  2. Intravasion: die Krebszellen dringen in die Blutgefäße ein
  3. Zirkulation: Die Tumorzellen zirkulieren und überleben im Blutkreislauf
  4. Extravasation: Krebszellen dringen ins Gewebe eines Zielorgans ein
  5. Proliferation: Die Tumorzellen teilen und vermehren sich in diesem Organ

Krebszellen können sich vom ursprünglichen Tumor lösen und über die Blut- und Lymphbahnen entfernte Organe und Gewebe erreichen. Zuerst dringen Tumorzellen in benachbarte Lymphknoten ein. Häufig bilden sich Metastasen bei Brustkrebs zuerst in den Knochen, aber auch in der Leber und Lunge, seltener im Gehirn oder der Haut. Sind Tumorzellen dort nachweisbar, gilt er als metastasiert – entweder in Form von Lymphknotenmetastasen oder Fernmetastasen.

Die Dauer, bis Brustkrebs metastasiert, lässt sich nicht allgemein beziffern. Manchmal sind schon bei der ersten Brustkrebsdiagnose Metastasen vorhanden, manchmal entwickeln sie sich auch erst Jahre nach einer Krebstherapie. Besonders wichtig für die Metastasierung sind das Stadium, die Aggressivität und  Eigenschaften der Krebszellen. Manche Brustkrebsarten sind aggressiv, wachsen schnell und bilden schneller Metastasen. Dazu gehört zum Beispiel der triple-negative Brustkrebs (TNBC).

Brustkrebs fängt an zu streuen, wenn sich abgelöste Tumorzellen über die Lymphwege und Blutbahnen im Körper verteilen. Ob und wann sie dies tun, lässt sich individuell meist nicht vorhersagen. Krebstherapien wie die Operation, Chemotherapie, Bestrahlung oder zielgerichtete Medikamente sollen die Gefahr senken, dass Brustkrebs streut oder ein Rückfall (Rezidiv) auftritt.

In der Computertomografie – der CT – sehen Metastasen oft wie rundliche oder ovale Punkte aus und heben sich vom umgebenden Gewebe optisch ab. Die CT ist eine Röntgenuntersuchung, die detaillierte Schichtbilder liefert. Das genaue Aussehen einer Metastase hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Größe der Metastase, vom untersuchten Gewebe oder vom Einsatz von Kontrastmittel. Metastasen in Knochen können als Löcher oder dichte, weiße Bereiche erscheinen.

Bei Metastasen sind bei manchen Krebsarten bestimmt Wert erhöht, sogenannte Biomarker. Sie können ein Hinweis darauf sein, dass der Krebs gestreut hat. Allerdings sind diese Marker oft nicht eindeutig und als alleinige Werte meist nicht aussagekräftig genug. Ärztinnen und Ärzte ziehen meist weitere Untersuchungsmethoden mit heran, um Metastasen zu diagnostizieren.

Die CT kommt in der Ausbreitungsdiagnostik von Brustkrebs und anderen Krebsarten zum Einsatz. Mittels CT lassen sich verschiedene Veränderungen aufspüren, die auf Metastasen hindeuten könnten. Beispiele: vergrößerte Lymphknoten, wenn Krebszellen eingewandert sind, oder Veränderungen in Organen wie der Leber oder Lunge.

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