Brust-MRT (Mamma-MRT): Die wichtigsten Fragen und Antworten

Ingrid Müller

© iStock / mr.suphachai praserdumrongchai

Eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Brust kann helfen, Brustkrebs oder einen Rückfall aufzudecken. Lesen Sie die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQs) rund um die Mamma-MRT!

Wie läuft eine MRT von der Brust ab?

Im Prinzip läuft eine MRT der Brust ähnlich ab wie eine MRT-Untersuchung von anderen Strukturen und Organen. Aber: Bei einer Mamma-MRT nehmen Sie auf einer Spezialliege Platz und Sie liegen auf dem Bauch. Durch zwei runde Aussparungen in der Liege werden die Brüste frei gelagert – sie „hängen“ sozusagen frei nach unten. Ihr Kopf befindet sich mit der Stirn auf einem Schaumstoffpolster, während Ihre Arme seitlich am Körper anliegen. Damit diese Lage nicht allzu unbequem ist und Sie Ihre Position nicht verändern, wird der Körper oft mit einem Gurt über den Rücken und die Arme locker fixiert.

Kann man mit MRT Brustkrebs feststellen?

Die Mamma-MRT liefert wichtige Informationen über das „Innenleben“ der Brust. Die MRT alleine kann Brustkrebs aber nicht mit Sicherheit feststellen. Außerdem birgt diese Methode die Gefahr von falsch-positiven Ergebnissen. Das bedeutet, dass die MRT Alarm schlägt, obwohl sich anschließend (meist durch eine Biopsie) herausstellt, dass gar kein Brustkrebs vorliegt. Meist wird die Untersuchung mit anderen bildgebenden Verfahren wie dem Ultraschall und der Mammographie kombiniert. Ärztinnen und Ärzte interpretieren die Untersuchungsergebnisse dann in der Zusammenschau.

Was kostet ein MRT der Brust?

Ein MRT von der Brust kostet in der Regel etwa 230 bis 600 Euro. Im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung müssen Sie die MRT selbst bezahlen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür nicht. Sie bezahlen die MRT nur in speziellen Fällen, zum Beispiel im Rahmen der Brustkrebsdiagnostik oder bei der intensivierten Früherkennung bei einer familiären Veranlagung für Brust- und Eierstockkrebs.

Wird bei einem Brust-MRT Kontrastmittel gespritzt?

Ja, bei einem Brust-MRT wird in der Regel ein Kontrastmittel in die Vene gespritzt. Es hilft Radiologinnen und Radiologen, gutartige Veränderungen in der Brust besser von einem bösartigen Tumor abzugrenzen. Meist kommen Kontrastmittel mit Gadolinium zum Einsatz. Sie gelten als gut verträglich und rufen nur in seltenen Fällen Nebenwirkungen wie eine allergische Reaktion hervor.

Ist MRT eine gute Alternative zur Mammographie?

Die MRT ist keine Alternative zur Mammographie, sondern kann eine gute Ergänzung sein. Sie ist zum Beispiel ein wichtiger Teil der intensivierten Früherkennung bei einer familiären Veranlagung für Brust- und Eierstockkrebs, etwa bei einer BRCA-Mutation. Jede Untersuchung besitzt ihre Stärken und Schwächen. Das gilt für MRT, Mammographie und Ultraschall gleichermaßen.  Die MRT kann zum Beispiel Auffälligkeiten sichtbar machen, die man vielleicht in der Mammographie oder im Ultraschall nicht gesehen hat. So stoßen die Mammographie und der Ultraschall bei einem sehr dichten Brustgewebe an ihre Grenzen. Die Aussagekraft der Bilder ist hier eingeschränkt. Auch lobuläre Mammakarzinome – einen Brustkrebs in den Drüsenläppchen – sieht man in der Mammographie manchmal nicht.

Wer benötigt eine Brust-MRT?

Eine Brust-MRT kann sinnvoll sein, wenn andere Untersuchungsmethoden wie die Mammographie oder der Ultraschall kein eindeutiges Ergebnis erbracht haben. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn eine Frau sehr dichtes Brustgewebe hat. Auch bei Verdacht auf eine Rückkehr des Brustkrebses oder im Rahmen der intensivierten Früherkennung bei familiärem Brustkrebs kommt die MRT zum Einsatz.

Ist eine Brust-MRT sehr unangenehm?

Manche empfinden die Brust-MRT als unangenehm. Die Gründe können individuell sehr verschieden sein, aber Platzangst ist ein häufiger Grund. Auch die lauten Geräusche – das Stampfen, Klopfen und Hämmern – empfinden manche Menschen als bedrohlich und beängstigend. Zudem können die Bauchlage und Bewegungslosigkeit über mindestens 20 Minuten unangenehm sein. Es gibt aber Abhilfe, zum Beispiel Beruhigungsmittel, Entspannungstechniken oder umfangreiches Wissen über den Ablauf der MRT.

Wie bereitet man sich auf eine Brust-MRT vor?

Die MRT kann wichtige Hinweise darauf liefern, ob es ich um einer Zyste oder einen Tumor handelt. Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllt und würden in der MRT kein Kontrastmittel anreichern – im Gegensatz zu bösartigen Zellen. Zysten sieht man aber auch sehr gut im Brustultraschall, weil sie oft rundlich geformt und klar abgegrenzt sind. Daher würde die Ultraschalluntersuchung vor der Brust-MRT stehen, um gutartige und bösartige Veränderungen zu unterscheiden. Endgültige Gewissheit, ob es sich um Brustkrebs handelt, liefert in der Regel die Gewebeprobe (Biopsie).

Kann man im MRT einen Tumor von einer Zyste unterscheiden?

Die Vorbereitung auf eine Brust-MRT ist die gleiche, wie bei jeder anderen MRT-Untersuchung. Wichtig ist es, lockere und bequeme Kleidung zu tragen und alle Metallteile oder metallischen Gegenstände (z.B. Ketten, Ringe, Ohrringe, Piercings) abzulegen. Sie können vor der Brust-MRT normal essen und trinken. Versuchen Sie auch, sich vorher möglichst gut zu entspannen und nicht in Hektik zum Termin zu kommen. 

Immer auf dem Laufenden – mit dem Mamma Mia! Newsletter

Bleiben Sie informiert über alles, was in der Mamma Mia! Welt passiert:  Neue Ausgaben, aktuelle Veranstaltungen, spannende Aktionen und vieles mehr – direkt in Ihr Postfach. Jetzt anmelden und nichts verpassen!

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

Die Informationen auf dieser Seite können eine professionelle Beratung durch ausgebildete und anerkannte Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen. Auch dienen sie nicht dazu, eigenständig eine Diagnose zu stellen oder eine Therapie einzuleiten.